An derselben Ecke
von Hilden, seit 1969.
Ein halbes Jahrhundert Stammgäste, späte Gespräche und ehrliche Pils. Manche haben hier ihre Frau kennengelernt, andere einfach ihren Stammhocker. Das hier ist die Kurzfassung, den Rest erzählen wir dir am besten an der Theke.
good old
1969 ging es los. Reiner Neumeister und Michael Hennig machten die Kneipe auf, an der Schützenstraße, schräg gegenüber von hier. „Für mich war schon mit 17 klar, dass ich eine Kneipe eröffnen will“, hat Neumeister mal erzählt. Aus den großen Plänen der beiden wurde eine kleine, dunkle Kneipe, in der man sich kannte.
Hennig verliebte sich nach einem Jahr und stieg aus. Neumeister machte weiter, und aus den paar Gästen von damals wurden Jahrzehnte voller Gesichter, Geschichten und Abende, die niemand mehr ganz zusammenbekommt. Für viele wurde das Pub das zweite Wohnzimmer. Das ist es bis heute geblieben.
Der Anfang an der Schützenstraße
Reiner Neumeister und Michael Hennig machen auf. Am Anfang ist es kaum mehr als eine Studentenkneipe, zu der es 200 Schlüssel gibt. Bier, ein paar Hocker, gute Leute.
Aus Gästen werden Stammgäste
Live-Musik wird zum festen Ton im Haus. Junge Musiker spielen und träumen vom großen Durchbruch, einer schläft danach auf Reiners Couch. Der Kicker zieht ein und entscheidet von da an die wichtigen Duelle.
Die jwd-Leute übernehmen
Die Betreiber der legendären Disco jwd, Uwe Müller, Axel Müller, Tom Plötze und Guido Breitenbach, übernehmen die Regie.
Am Wochenende ist das Pub die ehrliche Alternative für alle, die nicht nach Düsseldorf wollen.
Über die Straße, in die Richrather Str. 4
Das alte Haus an der Schützenstraße weicht einem Neubau. Also geht es schräg gegenüber weiter, neue Adresse, gleiche Kneipe. Dunkel, gemütlich, ehrlich. Der Empfang hat sich nie geändert.
Kult, der weitergeht
Über ein halbes Jahrhundert später zapfen wir immer noch. Donnerstag bis Samstag, ab 20 Uhr. Seit 1969, und das hört so schnell nicht auf.
Was hier schon passiert ist
Otto auf der Couch
Auch Otto Waalkes stand mal hier auf der Bühne, für 100 Mark Gage. Danach, so die Geschichte, hat er bei Reiner auf der Couch geschlafen.
Heiligabend auf der Straße
An Heiligabend kamen oft über 1000 Hildener zusammen. Weil die nicht alle reinpassten, wurde kurzerhand die Straße gesperrt, und draußen gemeinsam gesungen.
Das zweite Wohnzimmer
Mancher hat hier seine Frau kennengelernt, viele ihre besten Abende verbracht. Für eine ganze Generation Hildener war das Pub das zweite Wohnzimmer.